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Photovoltaik Förderung 2026: Alle Zuschüsse, Kredite und Vergütungen im Überblick

Autor des Artikels Nobil 24. Mai 2026 · 6 Min. Lesezeit

Wer 2026 eine Photovoltaikanlage installiert, kann von mehreren Förderprogrammen gleichzeitig profitieren: garantierter Einspeisevergütung, einem zinsgünstigen KfW-Kredit, dem Wegfall der Mehrwertsteuer und je nach Wohnort zusätzlichen Landes- und Kommunalzuschüssen. Dieser Ratgeber erklärt, welche Förderungen konkret gelten, wie hoch die Beträge sind und was sich ab 2027 ändert.

Wichtig vorab: Das Bundeswirtschaftsministerium plant, die feste Einspeisevergütung für neue Anlagen bis 25 kWp ab 1. Januar 2027 abzuschaffen. Wer bis Ende 2026 in Betrieb nimmt, sichert sich die Vergütung noch für 20 Jahre. Offizielle Informationen zum EEG veröffentlicht die Bundesnetzagentur.

Wie hoch ist die Einspeisevergütung für Photovoltaik 2026?

Ab dem 1. Februar 2026 gelten folgende gesetzliche Vergütungssätze für neue Anlagen bis 10 kWp:

  • Teileinspeisung (Strom wird teilweise selbst verbraucht): 7,78 ct/kWh
  • Volleinspeisung (gesamter Strom geht ins Netz): 12,34 ct/kWh

Die Vergütung wird durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt und ist ab Inbetriebnahme für genau 20 Jahre garantiert. Die Sätze sinken alle sechs Monate um 1 % für neu installierte Anlagen, wer früher baut, sichert sich den höheren Satz.

Bei Anlagen über 10 kWp gelten niedrigere Vergütungssätze für den Leistungsanteil oberhalb dieser Grenze. Die genauen aktuellen Tabellen veröffentlicht die Bundesnetzagentur.

„Wer bis Ende 2026 eine PV-Anlage in Betrieb nimmt, sichert sich die feste Einspeisevergütung für 20 Jahre, unabhängig davon, was der Gesetzgeber danach beschließt.“

Bundesnetzagentur, EEG-Hinweise für Anlagenbetreiber

Was ändert sich 2027 bei der Photovoltaik-Förderung?

Das Bundeswirtschaftsministerium hat in einem Referentenentwurf zur EEG-Reform angekündigt, die feste Einspeisevergütung für neue Anlagen bis 25 kWp ab 2027 einzustellen. Stattdessen sollen Betreiber solcher Anlagen ihren Überschussstrom direkt an der Strombörse vermarkten. Das bedeutet variable Erlöse statt einer festen, planbaren Vergütung.

Für Anlagen, die bis zum 31. Dezember 2026 ans Netz gehen, ändert sich nichts. Die zugesagte Vergütung gilt weiterhin für die vollen 20 Jahre. Das bestätigt auch der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW).

KfW-Kredit 270: Günstige Finanzierung für Photovoltaikanlagen

Die staatliche KfW-Bank finanziert über das Programm „Erneuerbare Energien – Standard“ (KfW 270) den Kauf und die Installation von PV-Anlagen, Stromspeichern, Wechselrichtern und Wallboxen zu bis zu 100 % der Investitionskosten.

Aktuelle Konditionen (Stand April/Mai 2026):

  • Effektiver Jahreszins ab ca. 3,27–3,80 % (je nach Bonität und Hausbank)
  • Maximaler Kreditbetrag: 150 Millionen Euro pro Vorhaben
  • Laufzeiten: 5 bis 30 Jahre, mit 1 bis 5 tilgungsfreien Anlaufjahren

Den Antrag stellt man nicht direkt bei der KfW, sondern über die eigene Hausbank, und zwar vor dem Beginn des Vorhabens. Nach Antragstellung darf kein Kaufvertrag abgeschlossen werden. Aktuelle Zinsen und alle Programmdetails gibt es direkt beim KfW-Programm 270.

0 % Mehrwertsteuer: Die unkomplizierteste Photovoltaik-Förderung

Seit dem 1. Januar 2023 gilt nach § 12 Abs. 3 UStG ein Nullsteuersatz auf Kauf und Installation von Photovoltaikanlagen bis 30 kWp. Diese Regelung gilt auch 2026 unverändert und ist unbefristet.

Was genau von der Mehrwertsteuer befreit ist:

  • Solarmodule, Wechselrichter, Unterkonstruktion
  • Batteriespeicher und Verkabelung
  • Montage und Planungsleistungen
  • Energiemanagementsysteme
  • Balkonkraftwerke ab 300 Wattpeak Modulleistung

Der Vorteil: Diese Förderung braucht keinen Antrag. Der Installateur stellt die Rechnung automatisch ohne Mehrwertsteuer aus. Bei einer typischen 15-kWp-Anlage mit Speicher (Gesamtkosten ca. 18.000–22.000 Euro) entspricht das einer Ersparnis von 2.900 bis 3.500 Euro.

Einkommensteuerbefreiung für PV-Anlagen bis 30 kWp

Ergänzend zum Mehrwertsteuervorteil gilt seit 2023 auch eine Einkommensteuerbefreiung nach § 3 Nr. 72 EStG: Einnahmen aus dem Betrieb von PV-Anlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern sind vollständig einkommensteuerfrei. Bei Mehrfamilienhäusern gilt die Grenze von 15 kWp je Wohneinheit.

Im Klartext: Eine typische 10-kWp-Privatanlage ist steuerlich komplett neutral, weder bei der Investition noch im laufenden Betrieb entsteht eine Steuerlast.

Alle Förderungen auf einen Blick: Übersicht 2026

Die folgende Tabelle zeigt, welche Förderungen 2026 für eine typische Privatanlage gelten, was sie konkret bringen und ob ein Antrag notwendig ist.

Förderung Höhe / Konditionen Laufzeit Antrag nötig?
Einspeisevergütung (EEG) 7,78 ct/kWh (Teileinspeisung) / 12,34 ct/kWh (Volleinspeisung), Anlagen bis 10 kWp 20 Jahre garantiert Ja, beim Netzbetreiber
0 % Mehrwertsteuer (§ 12 Abs. 3 UStG) Ersparnis ca. 2.900–3.500 Euro bei 15-kWp-Anlage mit Speicher Unbefristet Nein, automatisch
KfW-Kredit 270 Ab ca. 3,27 % eff. Jahreszins, bis 100 % Finanzierung, max. 150 Mio. Euro 5–30 Jahre Ja, über Hausbank vor Kauf
Einkommensteuerbefreiung (§ 3 Nr. 72 EStG) Betriebseinnahmen steuerfrei für Anlagen bis 30 kWp (Einfamilienhaus) Unbefristet Nein, automatisch
Landes- und Kommunalzuschüsse 50–200 Euro/kWp oder 500–4.750 Euro pauschal (je nach Programm und Standort) Einmalig Ja, vor Montage

Regionale Förderungen: Landes- und Kommunalprogramme 2026

Neben den bundesweiten Programmen bieten many Bundesländer und Kommunen eigene Zuschüsse an. Diese werden am häufigsten übersehen: Laut Marktbeobachtungen verzichten bis zu 70 % der Käufer auf diese zusätzlichen Mittel.

Aktive Landesprogramme 2026 (Auswahl):

  • Berlin – Solar-PLUS: Zuschüsse für Batteriespeicher, Anlagen auf Denkmälern und neue Zählerschränke. Für Einfamilienhäuser bis zu 4.750 Euro Zuschuss bei PV mit Speicher.
  • Baden-Württemberg – BW-e-Solar-Gutschein: Bis zu 500 Euro Zuschuss beim Kauf einer Wallbox in Kombination mit einer neuen PV-Anlage.
  • NRW – progres.nrw: Förderung von gebäudeintegrierter PV und Sonderfällen wie Parkplatzüberdachungen.
  • Bayern: Das staatliche 10.000-Häuser-Programm ist ausgelaufen. Prüfen Sie kommunale Initiativen auf Ebene Ihrer Stadt oder Ihres Landkreises.

Kommunale Förderbeträge liegen typischerweise zwischen 50 und 200 Euro pro kWp installierter Leistung oder 100–200 Euro pro kWh Speicherkapazität. Alle aktiven Programme in Deutschland können über die Förderdatenbank des BAFA oder die Förderdatenbank des Bundes gefunden werden.

Neue Einschränkung: 60-%-Einspeisebegrenzung für neue Anlagen

Für alle neuen PV-Anlagen mit mehr als 2 kW und weniger als 100 kW, die ab dem 25. Februar 2025 in Betrieb genommen wurden, gilt zunächst eine Begrenzung der Einspeisung auf 60 % der Nennleistung.

Diese Begrenzung entfällt automatisch, sobald die Anlage mit einem intelligenten Messsystem (Smart Meter) mit Steuerbox ausgestattet ist. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) schätzt die Rentabilitätseinbußen durch die Begrenzung auf den unteren einstelligen Bereich. Wer einen Batteriespeicher hat, kann Einspeisespitzen zwischenspeichern und so Verluste minimieren.

Photovoltaik-Förderung für Unternehmen 2026

Gewerbliche Betreiber können seit Juli 2025 zusätzlich den sogenannten Investitionsbooster nutzen: PV-Anlagen dürfen degressiv mit bis zu 30 % pro Jahr abgeschrieben werden. Dieses Instrument gilt bis Ende 2027 und beschleunigt die Amortisation erheblich.

Für größeren gewerbliche Anlagen kommt neben dem KfW 270 auch das KfW-Programm 293 infrage, das auf Klimaschutzmaßnahmen im Unternehmensbereich ausgerichtet ist. Aktuelle Konditionen direkt beim KfW-Unternehmensbereich abrufen.

Fazit: Photovoltaik-Förderung 2026 – jetzt handeln lohnt sich

Die Förderkulisse für Photovoltaik ist 2026 so günstig wie nie zuvor: Nullsteuer, garantierte Einspeisevergütung, zinsgünstige KfW-Kredite und regionale Zuschüsse greifen ineinander. Gleichzeitig steht ab 2027 eine grundlegende Änderung bevor. Wer in diesem Jahr in Betrieb geht, sichert sich die heutigen Konditionen für die nächsten 20 Jahre.

Offizielle Anlaufstellen für weitere Informationen:

Photovoltaikanlage installieren lassen: professionelle Unterstützung von Anfang an

Wer nicht nur die Förderung verstehen, sondern auch direkt in die Umsetzung gehen möchte, ist bei uns richtig. Wir begleiten Sie von der Planung über die Antragstellung bis zur fertigen Anlage auf dem Dach. Unsere Photovoltaik-Dienstleistungen umfassen die komplette Installation, Inbetriebnahme und Anmeldung beim Netzbetreiber, damit Sie sich um nichts kümmern müssen.

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